Unbenanntes Dokument

 

 

Text:                            Angelo Calabrese, Neapel     
Kunsthistoriker

Uebersetzung             Susanne Huonder,  Zürich

 

Eine Suche mit dem Geschmack von Leben und Hoffnung. Ein flüchtiger Blick, ein genauer Blick, eine Erleuchtung: Die Malerin ist „Medium“ der Form-Ideen, welche ihre Hand beherrschen und sich über Ströme von Stille in Situationen organisieren.

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Ruth Berther schafft Kunst in einem magischen Moment und enthüllt, davon bin ich überzeugt, eine Innerlichkeit voll blühender Phantasie. Es ist, als ob sie gemerkt hätte, dass sie nie auf das Träumen verzichtet hat, wodurch sie in der Tragik der schmerzlichen Erfahrungen ihre Farben der Hoffnung als Trost anbietet. Es sind Farben, die an Wärme und Helligkeit gewonnen haben, wodurch die Erdfarben emotionaler sind, während die Blautöne kräftig und ruhig wie die Erinnerung sind , und die Gelb- und Grüntöne andere Abstufungen annehmen. Schwarz kommt nur in geringsten Andeutungen vor.
Manche erwarten von der Kunst eine neue gesellschaftliche Aussage, die nicht nur aufdecken und anklagen soll. Es gibt Botschaften, die zu Anderem einladen. Ruth Berther bietet sie uns augenzwinkernd an und mit dem Lächeln derjenigen, die die Hoffnung nicht aufgibt. Ihre Freiheit  im Ausdrucksmittel verweist auf eine Spiritualität, die Bewegung zu Gefühl zu erheben vermag.
 
Den ganzen Text finden Sie im Katalog.